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    Shopware Schnellbestellung CSV Upload einrichten

    Shopware Schnellbestellung CSV Upload: Vom Plugin-Setup über flexibles Spalten-Mapping bis zur ERP-Integration mit SAP, Lexware und Sage — der vollständige Praxisleitfaden.

    B2B-Einkäufer arbeiten nicht wie Endverbraucher. Sie haben Excel-Listen, ERP-Exporte, Wartungsplan-Stücklisten und Saisonbedarfspläne — und sie wollen diese nicht Artikel für Artikel in den Shopware-Warenkorb übertragen. Was sie brauchen, ist ein CSV-Import: Datei hochladen, prüfen, bestellen. Fertig.

    Schritt 1: Anforderungen klären — was soll der CSV-Import leisten?

    Definieren Sie vor der Einrichtung, welche CSV-Formate Ihre Kunden mitbringen:

    • Minimale Anforderung (Basis-Szenario): CSV mit zwei Spalten: Artikelnummer und Menge. Einfach, klar, direkt in den Warenkorb.
    • Erweiterte Anforderung (Standard-B2B-Szenario): CSV mit Artikelnummer, Menge, optionaler Kundenverweis (Projektnummer, Kostenstelle), Wunschlieferdatum.
    • Komplexe Anforderung (ERP-Integration): Export aus SAP, Sage, Lexware oder ähnlichen Systemen mit proprietären Spaltenstrukturen, verschiedenen Trennzeichen (Semikolon vs. Komma), optionalen EAN-Codes.

    Das Bestelllisten-Plugin von Bronner Consulting unterstützt alle drei Szenarien mit konfigurierbarem Spalten-Mapping.

    Schritt 2: Plugin installieren und Grundkonfiguration vornehmen

    1. Plugin-ZIP von Bronner Consulting per E-Mail anfordern (welcome@bronner-consulting.de) und im Admin unter Erweiterungen → Meine Erweiterungen → Erweiterung hochladen einbinden.
    2. Aktivieren Sie das Plugin und öffnen Sie die Konfiguration unter Einstellungen → Plugins → Bestelllisten.

    Empfohlene Grundkonfiguration:

    • separator: ";" — Trennzeichen (Semikolon oder Komma)
    • encoding: "UTF-8" — Zeichensatz (alternativ: ISO-8859-1 für ältere Systeme)
    • has_header_row: true — Erste Zeile enthält Spaltenüberschriften
    • max_rows: 500 — Maximale Artikelpositionen pro Import

    Schritt 3: CSV-Spalten-Mapping konfigurieren

    Da Kunden aus unterschiedlichen ERP-Systemen exportieren, brauchen Sie ein flexibles Spalten-Mapping:

    1. Öffnen Sie Bestelllisten → Einstellungen → CSV-Mapping.
    2. Legen Sie Alias-Listen für akzeptierte Spaltenbezeichnungen an:
      • Artikelnummer: Artikelnummer, Art.Nr., SKU, EAN
      • Menge: Menge, Anzahl, quantity, qty
      • Notiz: Notiz, Kommentar, Projekt, Kostenstelle
    3. Definieren Sie das Fallback-Verhalten: Wenn keine bekannte Spaltenüberschrift gefunden wird, versucht das Plugin einen Positionsimport (erste Spalte = Artikelnummer, zweite Spalte = Menge).

    Schritt 4: Upload-Bereich im Storefront einrichten

    Der CSV-Import-Bereich erscheint standardmäßig im Kundenkonto unter einem neuen Reiter „Bestelllisten / CSV-Import":

    1. Gehen Sie zu Einstellungen → Plugins → Bestelllisten → Storefront-Konfiguration.
    2. Definieren Sie, wo der Upload-Bereich erscheint: Im Kundenkonto, direkt im Warenkorb oder auf einer eigenen Landing Page.
    3. Aktivieren Sie die Drag-and-Drop-Zone für komfortables Hochladen.
    4. Definieren Sie den Hinweistext über dem Upload-Bereich mit Link zur CSV-Vorlage.

    Schritt 5: CSV-Vorlage zum Download bereitstellen

    Bieten Sie Ihren Kunden eine vorgefertigte CSV-Vorlage zum Download an — das reduziert Importfehler erheblich:

    1. Erstellen Sie eine Muster-CSV-Datei mit den korrekten Spaltenüberschriften und einigen Beispieldaten.
    2. Laden Sie die Datei in die Shopware Media-Bibliothek hoch.
    3. Verlinken Sie die Datei im Upload-Bereich des Plugins als „Vorlage herunterladen"-Button.

    Beispielstruktur der Vorlage:

    Artikelnummer;Menge;Notiz

    SW-10001;5;Lager Halle A

    SW-10002;12;Für Projekt Berlin

    SW-10045;1;Ersatzbestellung nach Reklamation

    Schritt 6: Validierungsprozess nach dem Upload konfigurieren

    1. Öffnen Sie Bestelllisten → Einstellungen → Validierung.
    2. Aktivieren Sie „Artikelnummern-Prüfung vor Warenkorb-Übernahme" — jede importierte Artikelnummer wird gegen den Shopware-Produktkatalog geprüft.
    3. Konfigurieren Sie das Verhalten bei unbekannten Artikelnummern:
      • Streng: Gesamter Import schlägt fehl, Fehlerliste wird angezeigt.
      • Tolerant: Bekannte Artikel werden übernommen, unbekannte in einer Warningliste angezeigt.
    4. Aktivieren Sie die Mengen-Validierung: Verfügbare Menge prüfen und Hinweis bei Unterdeckung.
    5. Zeigen Sie dem Kunden eine Vorschautabelle mit allen importierten Positionen, bevor er den Import bestätigt.

    Schritt 7: Import-Ergebnis-Vorschau gestalten

    Die Vorschau-Tabelle nach dem Upload ist der kritische Moment — hier sieht der Kunde, ob der Import korrekt verarbeitet wurde. Die Tabelle zeigt pro Position:

    • Status: Validiert ✓, Warnung ⚠ oder Fehler ✗
    • Artikelnummer und Produktname
    • Importierte Menge und Lagerverfügbarkeit
    • Preis (netto) für die aktuelle Kundengruppe

    Der Kunde kann einzelne Positionen aus dem Import entfernen, Mengen anpassen oder den Vorgang abbrechen und die CSV korrigieren.

    Schritt 8: Gespeicherte Bestelllisten für Stammkunden einrichten

    1. Aktivieren Sie unter Bestelllisten → Einstellungen → Gespeicherte Listen die Funktion.
    2. Kunden können nach dem erfolgreichen Import auf „Als Bestellliste speichern" klicken.
    3. Die gespeicherte Liste erscheint im Kundenkonto unter „Meine Bestelllisten" und kann jederzeit mit einem Klick erneut in den Warenkorb geladen werden.
    4. Kunden können gespeicherte Listen bearbeiten und umbenennen (z. B. „Wochenbedarf Halle A", „Saisonliste Q2").

    Schritt 9: ERP-Integration und automatischer CSV-Export aus Fremdsystemen

    Für den professionellen B2B-Workflow sollte der CSV-Export aus dem ERP-System des Kunden möglichst reibungslos passen:

    • SAP Business One: Export über Berichte → Lagermodul → Artikelliste. Spaltenauswahl: SAP-Artikelnummer, Menge. Trennzeichen: Semikolon. Zeichensatz: UTF-8.
    • Lexware: Datei → Datenexport → Artikel. Spalten: Artikelnummer, Bestellmenge. Zeichensatz: ISO-8859-1 (im Plugin auf ISO konfigurieren oder vorher konvertieren).
    • Sage 100: Auswertungen → Artikelstamm → Export. Spalten: Artikelnummer, Bestellmenge.

    Stellen Sie Ihren Kunden ein kurzes ERP-spezifisches Exportprotokoll (1-Pager) zur Verfügung — das reduziert Support-Anfragen erheblich.

    FAQ: Shopware Bestelllisten und CSV-Import

    Unterstützt der CSV-Import auch EAN-Codes statt Artikelnummern?

    Ja. Das Bestelllisten-Plugin prüft importierte Codes sowohl gegen Shopware-SKUs als auch gegen EAN/GTIN-Felder. Wenn ein Kunde seine EAN-basierte Liste importiert, werden die Artikel automatisch den korrekten Shopware-Produkten zugeordnet.

    Was passiert, wenn ein Artikel im Import nicht verfügbar ist?

    Je nach Konfiguration erscheint eine Warnung in der Vorschau (Tolerant-Modus) oder der gesamte Import wird abgebrochen (Streng-Modus). Im Tolerant-Modus kann der Kunde entscheiden, den Artikel trotzdem zu übernehmen oder aus dem Import zu entfernen.

    Wie groß darf die CSV-Datei maximal sein?

    Das ist konfigurierbar — standardmäßig 5 MB und maximal 500 Positionen. Für Kunden mit sehr langen Stücklisten (1.000+ Positionen) empfehlen wir den CSV-Import direkt aus dem Admin-Backend über einen dedizierten Massenimport-Kanal.

    Können Kunden ihre gespeicherten Bestelllisten miteinander teilen?

    Ja, mit der Team-Funktion des Plugins. Mehrere Einkäufer derselben Firma können gemeinsame Bestelllisten anlegen und bearbeiten — hilfreich für abteilungsübergreifende Standardbestellungen.

    Fazit & nächste Schritte

    Ein gut konfigurierter CSV-Import in Shopware 6 verwandelt den B2B-Bestellprozess von einer mühsamen Sucharbeit in einen Datei-Upload. Das Bestelllisten-Plugin von Bronner Consulting bietet flexibles Spalten-Mapping, validierte Vorschau, gespeicherte Listen und EAN-Unterstützung.

    Weiterführende Anleitungen:

    Daniel Bronner — Shopware-Entwickler

    Daniel Bronner

    Shopware-Entwickler · Inhaber Bronner Consulting

    Daniel Bronner entwickelt seit 6 Jahren Shopware-B2B-Plugins für mittelständische Distributoren. Mehr über Daniel

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