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    Shopware Firmenkunden-Checkout: B2B-Checkout richtig einrichten

    Der Checkout ist der kritischste Moment im B2B-Einkauf. Nettoanzeige, Zahlungsziele, Bestellfreigabe und Adressverwaltung müssen stimmen — dieser Ratgeber zeigt, wie es in Shopware 6 gelingt.

    Für B2B-Käufer ist der Checkout kein einfacher Kaufabschluss — er ist ein Geschäftsprozess. Nettopreise, USt-Ausweisung, Zahlungsziele, Lieferadressen mehrerer Standorte und manchmal Freigabe-Workflows: Der Firmenkunden-Checkout hat andere Anforderungen als ein B2C-Shop.

    Shopware 6 deckt viele dieser Anforderungen ab — mit der richtigen Konfiguration. Dieser Ratgeber führt durch alle relevanten Einstellungen und zeigt, wo Plugin-Erweiterungen sinnvoll sind.

    B2B-Checkout vs. B2C-Checkout: Die wesentlichen Unterschiede

    Der Unterschied zwischen B2B- und B2C-Checkout ist grundlegend:

    MerkmalB2CB2B
    PreisanzeigeBrutto (inkl. MwSt.)Netto (zzgl. MwSt.)
    ZahlungsartenKreditkarte, PayPal, SofortRechnung, SEPA, Vorkasse
    ZahlungszielSofort14, 30, 60 Tage netto
    Adressen1–2 AdressenViele Standorte, Kostenstellen
    BestellfreigabeKeineWorkflow ab Bestellwert X
    PflichtfelderName, E-Mail, AdresseZusätzlich: USt-IdNr., Kundennummer

    Nettoanzeige für B2B-Kunden konfigurieren

    Die Nettoanzeige ist Grundvoraussetzung für B2B-Shops. In Shopware wird sie über die Kundengruppen-Einstellung gesteuert:

    1. Im Admin unter "Kunden" → "Kundengruppen" die B2B-Gruppe öffnen
    2. Option "Preise netto anzeigen" aktivieren
    3. Alle Produkte zeigen für diese Gruppe automatisch Nettopreise

    Nicht eingeloggte Besucher sehen weiterhin Bruttopreise — oder, mit dem Preise-ausblenden-Plugin, gar keine Preise bis zur Anmeldung. Mehr dazu im Ratgeber Preise ausblenden in Shopware.

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    Zahlungsziele und Rechnungskauf einrichten

    Kauf auf Rechnung mit Zahlungszielen ist die bevorzugte Zahlungsart im B2B-Großhandel. In Shopware 6 wird dies über die Zahlungsart "Rechnung" und zugehörige Konfiguration abgebildet:

    • Zahlungsart "Rechnung" aktivieren und auf B2B-Kundengruppen einschränken
    • Zahlungsziel im Bestellprozess kommunizieren (z. B. "Zahlung innerhalb von 30 Tagen")
    • Automatische Zahlungserinnerungen über Shopware-Flow-Builder oder externe Tools konfigurieren

    Für individuelle Zahlungsziele pro Kundenkonto (z. B. Key Account mit 60 Tage netto) bietet das B2B-Plattform-Plugin die nötige Erweiterung.

    Bestellfreigabe-Workflow: Kontrolle für Einkaufsleiter

    Viele Unternehmen brauchen einen Freigabe-Prozess für größere Bestellungen: Ein Mitarbeiter darf bis 500 € eigenständig bestellen — darüber ist die Freigabe des Einkaufsleiters nötig. In Shopware lässt sich das abbilden:

    1. Bestellung wird aufgegeben und erhält Status "Ausstehend"
    2. Einkaufsleiter erhält automatisch eine E-Mail-Benachrichtigung
    3. Im Firmenkonto-Bereich kann die Bestellung freigegeben oder abgelehnt werden
    4. Nach Freigabe startet die normale Bestellverarbeitung

    Der Freigabe-Workflow ist Teil des Firmenkonto-Setups und wird dort detailliert erklärt.

    FAQ: Shopware Firmenkunden-Checkout

    Wie unterscheidet sich der B2B-Checkout vom B2C-Checkout?

    Nettoanzeige, Rechnungskauf mit Zahlungszielen, mehrere Lieferadressen, Bestellfreigabe-Workflows und USt-IdNr. als Pflichtfeld sind die wesentlichen Unterschiede.

    Wie richte ich Zahlungsziele für Firmenkunden ein?

    Über die Zahlungsart "Rechnung" und Preisregeln, die an Kundengruppen gebunden sind. Das B2B-Plattform-Plugin ermöglicht individuelle Zahlungsziele pro Kundenkonto.

    Kann ich Bestellungen in Shopware zur Freigabe sperren?

    Ja. Mit dem Bestellfreigabe-Workflow werden Bestellungen über einem definierten Wert automatisch weitergeleitet und müssen vor der Verarbeitung genehmigt werden.

    Wie verwalte ich mehrere Lieferadressen für Firmenkunden?

    Shopware erlaubt nativ mehrere Adressen pro Konto. Das B2B-Plattform-Plugin bietet strukturierte Adressverwaltung für Firmen mit vielen Standorten.

    Muss die USt-IdNr. im Checkout abgefragt werden?

    Für innergemeinschaftliche Lieferungen ja. Das Firmenkonto-Formular kann um das USt-IdNr.-Feld erweitert werden, das Plugin prüft optional die Gültigkeit über VIES.

    Fazit: Firmenkunden-Checkout als Vertrauensfaktor

    Ein professioneller B2B-Checkout ist kein Luxus — er ist Grundvoraussetzung für die Akzeptanz durch Einkaufsabteilungen. Wer Nettopreise, Rechnungskauf und Freigabe-Workflows nicht korrekt abbildet, verliert Firmenkunden an Mitbewerber.

    Weiterführend: Firmenkonten einrichten, Preise ausblenden, Bestelllisten B2B.

    Daniel Bronner — Shopware-Entwickler

    Daniel Bronner

    Shopware-Entwickler · Inhaber Bronner Consulting

    Daniel Bronner entwickelt seit 6 Jahren Shopware-B2B-Plugins für mittelständische Distributoren. Mehr über Daniel

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